Schadbild an den Pflanzen

Ein Trauermückenbefall in Haus oder Garten ist nicht nur lästig, sondern kann auch einen immensen Schaden an den Pflanzen anrichten. Dabei sind es gar nicht die kleinen fliegenden Mücken selber, die diesen Schaden anrichten, sondern ihre in die Erde abgelegten Trauermückenlarven.

Häufige Symptome an Pflanzen bei einem Trauermückenbefall:
  • Eingehen von Keimlingen und Stecklingen
  • Kümmerwuchs
  • Symptome von Wassermangel und eingehende, vertrocknende Blätter
  • Auffällig viele kleine Mücken in Nähe der (feuchten) Pflanzenerde
  • Weiße Larven mit schwarzem Kopf in der Pflanzenerde
  • Stängel hohl gefressen

Topfpflanze mit einem mittelschweren Trauermückenbefall. Die Pflanze zeigt trotz ausreichender Düngung Mangelerscheinungen, erste Blätter werden gelb bis braun und vertrocknen. Auf der aufgestellten Gelbtafel kleben bereits mehrere Dutzend der Pflanzenschädlinge.

Trauermücken bevorzugen keine bestimmten Pflanzen, in der Regel können alle Arten von Nutz- und Zierpflanzen betroffen sein. Besonders sensibel sind oftmals Doldenblüterarten wie Petersilie, Dill und Sellerie. Auch Kartoffeln, Rotklee, Weizen, Kakteen, Orchideen, Farne oder Geranien sind häufiger von Trauermücken geplagt als andere Pflanzen. In der Regel sind Steck- und Keimlinge besonders betroffen, da ihre Abwehrmechanismen noch nicht gut ausgebildet sind und sie noch sehr feine Wurzelhaare besitzen. Pflanzen wie Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch und Fingerhut gelten hingegen als resistent gegenüber Trauermücken und können auch präventiv im Garten als abwehrende Pflanzen eingesetzt werden. In den Sommermonaten sind oftmals die Pflanzen im Garten befallen, in den kälteren Jahreszeiten können die Pflanzenschädlinge hingegen in Wintergärten, Gewächshäusern sowie in Wohnungen schnell zu einer Plage werden. Pflanzen in Blumentöpfen werden häufiger von den kleinen schwarzen Fliegen aufgesucht als freistehende Pflanzen. Trauermücken werden von dauerfeuchter Blumenerde sowie von modrigen und fauligen Gerüchen angelockt. So tauchen die Pflanzenschädlinge besonders dann auf, wenn man es beim Gießen der Topfpflanzen zu gut gemeint hat.

 

Unterscheidung des Schadbilds von Trauermücken

Topf- und Jungpflanzen werden besonders häufig von Trauermücken geplagt. Im schlimmsten Fall kann aufgrund der Wurzelschäden die gesamte Pflanze vertrocknen.

Man unterscheidet bezüglich des Schadbildes, welches die Trauermücken an den Pflanzen hinterlassen, generell zwischen einem direkten und einem indirekten Schaden. Der direkte Schaden kommt durch das unterirdische Fressen der Larven an den feinen Wurzelhaaren der Pflanze. Dabei können ganze Pflanzentriebe ausgehöhlt werden. Die Symptome, die sich dann an den Pflanzen zeigen, reichen von Kümmerwuchs bis zum Eingehen der gesamten Pflanze. Auch Mangelerscheinungen wie gelbe Blätter oder Anzeichen von Wassermangel (trotz regelmäßigen Düngens und Gießens) sind keine Seltenheit. Oftmals sind eher jüngere und anfälligere Pflanzen von diesem Schadbild betroffen. Bei ausgewachsenen, robusten Pflanzen kommt es wesentlich seltener zu einem direkten, ausgeprägten Befall von Trauermücken. Allerdings können hier die Larven als Überträger für andere Pflanzenkrankheitserreger wie Viren, Pilze und Bakterien fungieren, indem sie diese durch kleine Fraßwunden in die Pflanzen einbringen. Dies ist der erwähnte indirekte Schaden, da die Trauermückenlarven lediglich als Überträger (sogenannte Vektoren) funktionieren. Die Symptome an der Pflanze können hierbei denkbar weitreichend sein, wie zum Beispiel faule Stellen an Trieben und Blättern, punkt- oder flächenartige bräunliche Verfärbungen. Diese werden zwar von anderen Pflanzenschädlingen verursacht, Bedingung für ihren Befall sind allerdings die unterirdischen Fraßwunden der Trauermückenlarven.

 

Trauermücken erkennen – und schnell handeln

Falls eines oder mehrere Symptome an den Pflanzen zutreffend sind, gilt es schnell zu handeln. Umso früher einem Trauermückenbefall entgegnet wird, desto besser sind die Chancen die Pflanzenschädlinge wieder loszuwerden. Auf unserer Unterseite Trauermücken bekämpfen haben wir hierfür einige bewährte Hausmittel und Gegenmaßnahmen aufgelistet. Weiterhin geben wir Tipps, um einem zukünftigen Schädlingsbefall vorzubeugen.

Noch mehr Informationen über die Lebensweise der Pflanzenschädlinge gibt es unter: Lebenszyklus der Trauermücken.

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