Schadbild an den Pflanzen

Ein Trauermückenbefall in Haus oder Garten ist nicht nur lästig, sondern kann auch einen immensen Schaden an den Pflanzen anrichten. Dabei sind es garnicht die kleinen fliegenden Mücken selber, die diesen Schaden anrichten, sondern ihre in die Erde abgelegten Trauermückenlarven.

Bei einem Befall bevorzugen die Pflanzenschädlinge keine bestimmten Pflanzen, jedoch scheinen Doldenblüterarten wie Petersilie, Dill und Sellerie besonders anfällig für einen Befall zu sein. Einige Arten der Trauermücken befallen zudem gerne Nutz- und Zierpflanzen wie Kartoffeln, Rotklee, Weizen, Kakteen, Orchideen, Farne oder Geranien. In der Regel sind Steck- und Keimlinge besonders betroffen, da ihre Abwehrmechanismen noch nicht gut ausgebildet sind und sie noch sehr feine Wurzelhaare besitzen. Pflanzen wie Knoblauch, Zwiebeln, Schnittlauch und Fingerhut gelten hingegen als resistent gegenüber den Pflanzenschädlinge und können auch präventiv im Garten als abwehrende Pflanzen eingesetzt werden. In den Sommermonaten sind oftmals die Pflanzen im Garten befallen, in den kälteren Jahreszeiten können Trauermücken hingegen in Wintergärten, Gewächshäusern sowie in Wohnungen schnell zu einer Plage werden. Pflanzen in Blumentöpfen werden häufiger von den kleinen schwarzen Fliegen aufgesucht als freistehende Pflanzen. Trauermücken werden von dauerfeuchter Blumenerde sowie von modrigen und fauligen Gerüchen angelockt.

Typisches Schadbild bei einem Trauermücken-Befall

Man unterscheidet bezüglich des Schadbildes, welches die Trauermücken an den Pflanzen hinterlassen, generell zwischen einem direkten und einem indirekten Schaden. Der direkte Schaden kommt durch das unterirdische Fressen der Larven an den feinen Wurzelhaaren der Pflanze. Dabei können ganze Pflanzentriebe ausgehöhlt werden. Die Symptome, die sich dann an den Pflanzen zeigen, reichen von Kümmerwuchs bis zum Eingehen der gesamten Pflanze. Auch Mangelerscheinungen wie gelbe Blätter oder Anzeichen von Wassermangel (trotz regelmäßigen Düngens und Gießens) sind keine Seltenheit. Oftmals sind eher jüngere und anfälligere Pflanzen von diesem Schadbild betroffen. Bei ausgewachsenen, robusten Pflanzen kommt es wesentlich seltener zu einem direkten, ausgeprägten Befall von Trauermücken. Allerdings können hier die Larven als Überträger für andere Pflanzenkrankheitserreger wie Viren, Pilze und Bakterien fungieren, indem sie diese durch kleine Fraßwunden in die Pflanzen einbringen. Dies ist der erwähnte indirekte Schaden, da die Trauermückenlarven lediglich als Überträger (sogenannte Vektoren) funktionieren. Die Symptome an der Pflanze können hierbei denkbar weitreichend sein, wie zum Beispiel faule Stellen an Trieben und Blättern, punkt- oder flächenartige bräunliche Verfärbungen. Diese werden zwar von anderen Pflanzenschädlingen verursacht, Bedingung für ihren Befall sind allerdings die unterirdischen Fraßwunden der Trauermückenlarven.

 

Wichtige Symptome eines Trauermückenbefalls sind:
  • Eingehen von Keimlingen und Stecklingen
  • Kümmerwuchs
  • Stängel hohl gefressen
  • Auffällig viele kleine Mücken in Nähe der (feuchten) Pflanzenerde
  • Weiße Larven mit schwarzem Kopf in der Pflanzenerde
 

Falls eines oder mehrere Symptome an den Pflanzen zutreffend sind, gilt es schnell zu handeln. Umso früher einem Trauermückenbefall entgegnet wird, umso besser sind die Chancen die Pflanzenschädlinge wieder loszuwerden. In unserer Kategorie Trauermücken bekämpfen haben wir hierfür einige bewährte Hausmittel und Gegenmaßnahmen aufgelistet.

Noch mehr Informationen über die Lebensweise der Pflanzenschädlinge gibt es unter: Lebenszyklus der Trauermücken.

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